Mehr von weniger

MEHR von WENIGER #1

Von Einweg aus Kunststoff zu Mehrweg aus Edelstahl

Ich habe mich gefragt mit welchem Produkt ich die Reihe „Mehr von Weniger“ beginnen soll! Es gibt so viele tolle und auch einfache Möglichkeiten zu starten und etwas in seinem Leben nachhaltig zu verändern.

Nach kurzer Überlegung, fiel meine Wahl dann auf meine heißgeliebte Edelstahltrinkflasche. Ich kann Euch leider nicht genau sagen, wie lange sie mich und meine Familie schon begleitet, aber glaubt mir, es sind schon sehr viele Jahre! Und das Beste, sie ist fast täglich in Gebrauch.

Um ehrlich zu sein, war meine Motivation damals gar nicht mal nachhaltiger zu leben, sondern ich war auf der Suche nach einem Produkt, was langlebig, besonders robust für Touren in der Natur und leicht zu reinigen ist. Außerdem wollte ich ein für mich „gesundes“ Material. Da kam dann nur eine Edelstahlflasche für mich in Frage.

Damals, war es noch gar nicht so leicht eine gute Flasche zu finden, eine große Auswahl, wie es zum Glück heute gibt, gab es leider noch nicht. Der Markt war natürlich, wie heute immer noch, voll von Einwegflaschen, aber auch die meisten Mehrwegtrinkflaschen waren aus Kunststoff oder aus Aluminium. Und das wollte ich ja alles nicht mehr haben.

Also machte ich mich auf die Suche und wurde fündig! Der Kauf der Flasche hat sich für mich und besonders auch für unsere Umwelt mehr als gelohnt.

0
Eingesparte Einweg Plastikflaschen pro Jahr!

Nach Angaben der deutschen Umwelthilfe verbraucht jeder Deutsche im Durchschnitt fast 200 Einweg Plastikflaschen pro Jahr! Weltweit werden pro Minute 1.000.000 Plastikflaschen verkauft (Quelle: Marktforschungsinstituts Euromonitor International). Eine Million Flaschen pro Minute, das ist doch Wahnsinn! Da machen wir als Familie nicht mit!

Und so haben über die Jahre nun alle Familienmitglieder eine Trinkflasche aus Edelstahl bekommen. Egal ob im Urlaub, bei Ausflügen, in der Kita und der Schule, überall sind sie mit dabei und sind täglich im Einsatz. Durch die verschiedenen Größen und Aufsätze, die es mittlerweile gibt, ist es kein Problem passend für jede Situation und für jedes Alter, die richtige Flasche zu bekommen!

Und auch wenn alle Flaschen über die Jahre eine eigene Patina aus Dellen und Kratzern haben, sie funktionieren einwandfrei und werden das auch ganz bestimmt die nächsten Jahre weiterhin tun! Hier mal alle:

Vorteile auf einen Blick!

  • Es fällt nach dem Kauf der Flasche kein Müll an.
  • Durch jede eingesparte Kunststoffflasche, werden jede Menge Ressourcen und auch Energie eingespart.
  • Transportwege für Ein- und Mehrwegflaschen können zusätzlich eingespart werden.
  • Edelstahl und auch Glas geben keine gesundheitsschädlichen Stoffe an das Getränk ab.
  • Edelstahl ist frei von Bisphenol-A (BPA).
  • Edelstahl ist lebensmittelecht, geschmacks- und geruchsneutral und spülmaschinenfest.
  • Reine Edelstahlflaschen können durch ihre Monomaterialität (sie bestehen nur aus einem Material, kein Materialmix) sehr gut recycelt werden.
  • Man spart über die Jahr viel Geld.
  • Und ganz ehrlich, ich finde Flaschen aus Edelstahl, egal ob roh oder in Farbe oder auch Mehrwegtrinkflaschen aus Glas einfach schöner, als Flaschen aus Kunststoff oder Aluminium.

Fazit!

Einfacher geht es kaum. Der Wechsel von Kunststoff zu Edelstahl war super leicht! Natürlich sind die Anschaffungskosten für eine Edelstahlflasche nicht günstig, aber diese Kosten hat man schnell wieder raus. Die Reinigung ist super einfach. Ob mit der Hand oder in der Spülmaschine, alles macht die Flasche mit und sie wird restlos sauber. Außerdem ist die Flasche extrem robust. Egal ob bei Touren in der Natur oder beim Gebrauch in der Schule und der Kita. Auch wenn sie aus großer Höhe einmal fällt, bleiben nur Dellen oder Kratzer zurück. Die Funktion der Flasche und des Materials wird in keinster Weiser beeinträchtigt. Es gibt für mich also keine Argumente, die gegen eine Mehrwegflasche aus Edelstahl sprechen.

Außer man besorgt sich eine dieser wunderschönen Mehrwegtrinkflaschen aus Glas! Ok, für den alltäglichen Gebrauch, ohne große Sturzgefahr, geht das natürlich auch!

Da ich auf meinem Blog keine Werbung für spezielle Marken oder bestimmte Produkte machen möchte, nenne ich auch keine! Es geht mir um die reine Information über die Materialität, über Inhaltsstoffe, die Vor- und Nachteile, die Recyclingfähigkeit, mögliche Materialkreisläufe und andere Fakten im Hinblick auf die Nachhaltigkeit eines Prdouktes und dessen Nutzung.

Mehr Informationen!

Warum keine Pfandflasche aus Kunststoff?

Darauf gibt es viele Antworten und wenn es sich um eine Einwegflasche aus PET handelt, die hauptsächlich in Deutschland verkauft wird, gibt es noch mehr Antworten. Hier mal ein paar Fakten:

Die Produktion einer Einwegflasche ist sehr Energie- und Ressourcenaufwendig. Angefangen bei der reinen Ölgewinnung (eine Flasche besteht zum größten Teil aus diesem Rohstoff) über die Umwandlung von Öl zu Polymeren (Kunststoff), bis hin zum Einschmelzen und in Form bringen der Flasche.

Danach werden die Flaschen befüllt und weiter an den Endkunden, also an uns, ausgeliefert. Das bedeutet das eine Flasche bevor sie bei uns im Supermarkt landet, je nachdem hunderte von Kilometern Transportweg und mehrere Stationen in unterschiedlichen Ländern oder Kontinenten hinter sich hat.

Anschließend wird die Flasche vom Kunden gekauft, ausgetrunken und entsorgt. Bei einer Mehrwegpfandflasche und einer richtigen Entsorgung im Pfandautomat, kann eine Flasche bis zu 25 Mal wieder befüllt und wieder in den Umlauf gebracht werden. Danach wird sie endgültig entsorgt. Eine Einwegflasche durchläuft diesen Zyklus nur einmal.

Endgültig und sorgfältig entsorgt bedeutet in Deutschland, dass die Flasche dem Recyclingkreislauf zugeführt wird. Sie wird im Idealfall richtig sortiert, aufgearbeitet und zu einem neuen Produkt, wie etwa Folie oder im optimalen Fall wieder zu einer Flasche umgewandelt.

Doch das ist nur der Idealfall. In vielen anderen Fällen, etwa durch falsche Entsorgung, landet die Flasche in der Müllverbrennungsanlage oder wird nach Ostasien verschifft, wo sie auf einer Müllkippe oder auch im Meer landet.

Das ist ein sehr, sehr langer Weg für eine Flasche, mit vielen Stationen, sehr vielen Prozessen. Und das allein für den Zweck, dass wir dieses Produkt im Durchschnitt für ein paar Minuten in der Hand halten und den Inhalt konsumieren. Wenn man sich das einmal vor Augen hält, ist es schon sehr verrückt, oder?

Warum keine Mehrwegtrinkflasche aus Kunststoff?

Weil das Material Kunststoff nicht dazu geeignet ist, Nahrung und Getränke „gesund“ zu langern. Das bedeutet, dass Weichmacherchemikalien aus dem Kunststoff in das Getränk übergehen können. Zwar werben mittlerweile viele Kunststoffprodukte mit dem Zusatz „BPA-frei, Bisphenol-A-frei“, aber das heißt leider nicht, dass sie ganz frei von Chemikalien sind. Außerdem besteht auch eine Mehrwegtrinkflasche aus Öl. Für meine Entscheidung hat es damals ausgereicht zu wissen, dass ich nicht sicher sein kann, dass mein Getränk gesund gelagert werden kann.

Warum keine Mehrwegtrinkflasche aus Aluminium?

Für mich kam eine Trinkflasche aus Aluminium nicht mehr in Frage, da sie für mich einige Nachteile aufweist, mit denen ich nicht leben wollte. Und zwar haben Aluminiumtrinkflaschen in vielen Fällen eine Innenbeschichtung, die sich lösen und in das Getränk über gehen kann. Sie sind außerdem leider nicht geschmacks- und geruchsneutral. Auch die Herstellung von Aluminium ist in den meisten Fällen nicht sehr umweltfreundlich. Also für mich keine gute Alternative!

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.